We’re back

Verrückt, dass wir in den letzten Wochen insgesamt 12 Mal mit dem Flugzeug abgehoben und gelandet sind. Und gerade beim allerletzten Flug, den wir auf dieser Reise angetreten haben, ging etwas schief. 

Wir haben unseren Anschlussflug von Berlin nach Stuttgart verpasst, weil wir in Abu Dhabi zu spät losgeflogen sind. Die im Flugzeug haben uns dann einen neuen Flug genannt, auf den sie uns umgebucht haben, nur eine Stunde nach Landung in Berlin sollte der losgehen. Der Flughafen sei ja auch nicht groß und das eingecheckte Gepäck wird automatisch richtig umgeladen. Der Flughafen ist vielleicht nicht groß (und auch nicht schön), aber er war mehr als überfüllt. Zum Glück hatte der Mann am Ticket-Auskunfts-Schalter die Ruhe weg. Wir haben uns dann auf seine Anweisung hin bei den airberlin-Schaltern vorgedrängelt und unser Gate fünf Minuten vor dem offiziellen Boarding-Start erreicht. Da erlebt man auch gleich wieder einen Kulturschock was die Mentalität angeht. Kein Bitte, kein Danke, kein freundliches „Sama Sama“ wenn man seinen Vordermann beim Security Check darauf hinweist, dass er was in der Box mit seinen Sachen vergessen hat. 

Kurze Zeit später saßen wir dann im Flugzeug, wo eine Reihe hinter uns zwei Frauen mit einem Mann lautstark über die Schwaben gelästert haben. Und wenn sie nicht gelästert haben, dann haben sie lautstark über irgendetwas anderes geredet. Man konnte quasi gar nicht anders, als mitzuhören. Zum Glück hat der Flug nur eine Stunde gedauert. 
In Stuttgart haben wir schließlich auf unser Gepäck gewartet und Karo hat schon die ganze Zeit den Teufel an die Wand gemalt und gesagt, es würde bestimmt nicht kommen, und ich habe immer gesagt „don’t worry, natürlich kommt es“ und ja, es kam nicht. Jetzt im Endeffekt (es ist jetzt Samstag, wir sind seit gestern Nachmittag wieder zuhause, mein Backpack wurde mir vorhin von einem Fahrer vorbeigebracht) ganz praktisch, quasi ein kostenloser Lieferservice, auch wenn wir in dem Moment echt Angst hatten, unsere Sachen nie wieder zu sehen. Jetzt sind wir endgültig zuhause. Bis zur nächsten Reise.

 

„The sight of the huge world put mad ideas into me, as if I could wander away, wander forever, see strange and beautiful things, one after the other…“

C.S.Lewis

All good things come to an end…

…und so sitzen wir zur Abwechslung wieder am Flughafen, dieses Mal auf dem Weg nach Deutschland, nachdem wir bereits mehr als sechs Stunden im Flugzeug von Kuala Lumpur hierher, nach Abu Dhabi, verbracht haben. War aber ganz cool, Etihad Airways ist jetzt meine Lieblings-Airline. Es gibt Nackenhörnchen, eine große Decke, viel Essen und die neuesten Kinofilme zum Anschauen. Eine Schlafmaske (die man von zwei Seiten aufsetzen kann: auf einer steht „wake me up for food and drinks“ (oder so) und auf der anderen „let me sleep“ (oder so)), eine Zahnbürste mit Zahnpasta und gute Kopfhörer. Eines Tages möchte ich mal in der Business Class fliegen, das sieht richtig kuschlig aus da. Da kann man bestimmt auch richtig gut schlafen, ohne dass man alle 20 Minuten die unbequeme Position wechseln muss. Eines Tages, wenn ich zu viel Geld übrig habe. 

Am Flughafen in Kuala Lumpur hatten wir bei der Passkontrolle noch einen richtig schlimmen Lachanfall („schlimm“ ist relativ, eigentlich ist Lachen ja was Schönes). Also an der Station, an der immer die Fingerabdrücke und das Foto aufgenommen werden – von uns wurden auf unserer Reise durch die vielen Flüge jetzt so viele Fotos gemacht, ich hab zufällig mal eins auf dem Monitor gesehen – ich frage mich, wen die da so für verdächtig halten. Ich hätte mich selbst nach diesem Foto für verdächtig gehalten. Karo wurde einmal extra zu einer doppelten Kontrolle gebeten und die Frau hat erklärt, dass Karo auf dem Foto wohl zur Seite geschaut hätte, ich weiß es nicht mehr so genau, und sie anhand solcher Faktoren zusätzliche Stichproben machen.  Egal, jedenfalls hatten wir heute so einen Lachanfall, dass ich mich bei dem Herrn am Schalter schon ständig entschuldigt habe und ich will nicht wissen, wie DAS Foto dann ausgesehen hat. Bei Karo war es dasselbe. Wir haben uns durch unser Lachen wohl auch auffällig gemacht, unsere Pässe wurden bei der Gepäckkontrolle direkt nochmal begutachtet. Kann aber auch Zufall gewesen sein. Ansonsten sind die Sicherheitskontrollen echt ein bisschen schwach. Selbst wenn man beim Security Check piepst, wird man nichtmal richtig abgetastet – das ist uns jetzt bei wirklich allen Flügen in Malaysia aufgefallen. In Langkawi hatte ich eine Tüte mit Essen in der Hand, der Security Mann fragt: „What is this?“, ich sage „Food“ und er „Ok“. Ok. Da hätte auch sonstwas in meiner Tüte mit Food drin sein können. 

Als wir heute Mittag aus dem Hotel ausgecheckt haben (das kommt mir jetzt schon wieder so lange her vor) hat die nette Dame von der Rezeption gefragt, ob wir wiederkommen werden. Ausgeschlossen ist ja nichts, aber es gibt noch viel auf der Welt zu erkunden. Es war auch immer kompliziert zu erklären, wenn uns Leute gefragt haben, wie lange wir schon auf Langkawi sind: „We were here last week, then we went to Australia, but then we came back“😀. Es hat sich so gelohnt, nochmal zurückzukehren. Die Tage waren auf Langkawi einfach viel länger, vor allem, wenn man noch bis nachts in der Strandbar oder am Strand sitzen konnte.

ein Cocktail, zwei Cocktails, drei Cocktails..


 Deswegen haben wir es auch nur an einem Morgen in die Breakfast Bar geschafft, alle anderen Tage sind wir dafür einfach immer zu spät aufgewacht. 

vor der Breakfast Bar


So sah übrigens meine Seite des Hotelzimmers aus:

Urlaubsfeeling deluxe

Und auf Langkawi gibt es richtig viele Katzen. 

was für ein Leben.


Wir haben uns letzte Nacht noch ziemlich lange mit Einheimischen unterhalten. Das war richtig schön und interessant. Und auch faszinierend: man lacht über dieselben Dinge, hat teilweise dieselben Träume, Hobbys, und das, obwohl man auf ganz unterschiedlichen Kontinenten aufgewachsen ist. Und alle sind einfach -ich habe es schon öfters erwähnt- so unglaublich nett und herzlich. Das liebe ich an Malaysia. 

Und so geht eine weitere Reise zu Ende. Ich fühle mich ein bisschen wie Voldemort mit seinen Horkruxen. Überall, an jedem Ort, den man auf der Welt besucht, hinterlässt man ein kleines Stück seiner selbst, vor allem seines Herzens. Jeder Ort bringt neue Erfahrungen und Eindrücke, neue Einsichten und Erinnerungen (übrigens keine Absicht, dass alle Substantive mit „E“ beginnen) mit sich. Und am Ende sind es all diese großen „E’s“, die mir Fernweh bereiten, sobald ich wieder zuhause bin. Und mich antreiben, weiterzureisen, noch mehr zu entdecken und kennenzulernen. 

Jumpa lagi – see you again, Malaysia. 

Strandtag

Neuer Eintrag kommt morgen, versprochen. Waren zu beschäftigt am Strand heute😀. 

Nur kurz: So sieht es aus, wenn Karo denkt, irgendetwas hätte sie im Wasser berührt: 

 

Was es war und ob Karo noch lebt erfahrt ihr nur hier. Morgen. 

Over and out

Wir haben es getan…

…und spontan einen Flug zurück nach Kuala Lumpur, bzw. anschließend nach Langkawi gebucht. 


Wir haben die Wärme und den schönen Strand, das warme Meer mit seinen grünen Inseln, die leckeren Cocktails bei Nacht, das Vergraben der Füße im warmen Sand (es lässt sich sagen: die Wärme ist ein zentrales Leitmotiv) vermisst. Gestern Nachmittag sind wir um 15:00 Uhr von Perth aus losgeflogen, Kate hat uns netterweise an den Flughafen gebracht (sie ist die ganze Zeit über so lieb zu uns gewesen). Nichtsdestotrotz war ich irgendwie traurig, Australien zu verlassen. Wir haben so viele schöne Orte und süße Tiere und nette Menschen kennengelernt. Nach einer Woche wussten wir aber wirklich nicht mehr, was wir ohne Auto noch machen könnten, und statt viel Geld für einen Mietwagen, Essen, Trinken, etc. zu bezahlen, haben wir uns von dem Geld einfach ein Flugticket zurück ins Paradies gebucht. 

Um 21 Uhr waren wir dann wieder in Kuala Lumpur und haben erstmal einen Freudenschrei ausgestoßen, als uns die heiße Luft entgegen kam – nachdem wir in Australien einfach von morgens bis abends gefroren haben. Da der Anschlussflug nach Langkawi erst heute Morgen um 7:30 Uhr ging, haben wir eine romantische, gemütliche Nacht am Flughafen verbracht. Unser Schlafgemach:

sorry, wollte euch nicht neidisch machen.

Es hat sich so gut angefühlt, heute Morgen in Langkawi zu landen. Gestern Abend habe ich noch einen richtig schönen Sonnenuntergang gesehen: 


und der Moment, kurz bevor man in Langlawi landet, wenn man über die ganzen bewälderten Hügel/Inseln/hügeligen Inseln fliegt, ist mit so vielen Glücksgefühlen verbunden. 

„unser“ Strand


Und jetzt sind wir wieder hier und fühlen uns wie zuhause. Am Flughafen haben wir unsere restlichen australischen Dollars, die uns in Australien nichtmal mehr ganz gereicht hätten, gegen Ringgit eingetauscht und können davon jetzt noch gut leben, inklusive Unterkunft. Wir wollten unbedingt wieder in dasselbe Hotel wie bei unserem letzten Besuch, und die Frau an der Rezeption schaut uns an (mich im Wollpullover, weil es in Australien noch so kalt war) und sagt: „Ihr wart doch schon mal da..?“ Und dann haben wir ihr erklärt, wie wir zurückkamen, weil wir Langkawi so vermisst haben. 

So, wir „müssen“ jetzt wieder an den Strand, das Meer ruft😀. 

Strandtag

Wir waren heute am Strand. Am Cottesloe Beach, dem laut Google schönsten Strand im Umkreis von Perth. Da haben wir uns in die Sonne gelegt:  


Nix mit Bikini. In allen Jacken, die ich hier habe, lag ich da und hab trotzdem gefroren. Umso erstaunlicher, dass tatsächlich Surfer in dem Eiswasser waren. Keine zwanzig Pferde würden mich da reinbekommen (ich weiß durchaus, dass es eigentlich zehn Pferde sind, ich will mit der Übertreibung nur verdeutlichen, dass ich wirklich niemals auch nur einen Zeh da rein gehalten hätte). 

War auch irgendwie eine sonderbare Atmosphäre am Strand. Ungefähr so, wie wenn man im Winter ins Freibad geht. Oder sonntags in die Stadt. Oder bei Regen nach draußen. Oder, oder, oder. Man weiß, dass es eigentlich ein Ort voller Leben ist; wo kleine Kinder nach einem Eis oder vor Freude schreien, Teenies ihren Schwarm zum ersten Mal in Badebekleidung sehen, beste Freunde beim Beachvolleyball wild durch den Sand springen, Surfer das Wellenreiten üben und jeder einfach die Sonne und das Leben genießt. Davon waren heute nur die Pfosten für die Volleyballnetze übrig. Ein paar einzelne Möwen, die Karo und mich eisern beobachteten, als wir unsere Chipstüte rausgeholt haben (die Möwen sind hier echt penetrant und geben total komische Laute von sich, auf Rottnest Island haben wir uns von einer Möwe sogar von unserem Platz vertreiben lassen). Wir haben es trotzdem genossen, vor allem diesen Anblick:


Bis die Sonne ganz untergegangen war haben wir es allerdings nicht ausgehalten. Viel zu kalt. Ich hab mir aber kurz gedacht, wie unvorstellbar es ist, dass die Sonne hier untergeht und dieselbe Sonne in Deutschland dann erst richtig Gas (bzw. Hitze) gibt. Wie riesig unsere Erde doch ist. Und wunderschön. 

Heute Abend waren wir noch kurz mit Kate und ihrem Bruder was essen (ein richtig netter Imbiss mit Lagerfeuer draußen – wir mussten schon wieder ein bisschen schmunzeln, wie wir im Juni einfach um ein Feuer stehen müssen, damit es nicht so kalt ist). War lecker (ich hab einen Burger für 8,30 AUS gegessen, Karo wollte kein Geld für Essen ausgeben, hat sich später an der Tankstelle aber für 5 AUD eine Tafel Schokolade gekauft, die nichtmal schmeckt).

Jetzt liegen wir im Bett. Als wir so vom Cottesloe Beach zurück zur Trainstation gelaufen sind, bibbernd vor Kälte, haben wir uns vorgestellt, wie es wäre, jetzt im heißen Langkawi am Meer zu liegen und dann sind wir in Gelächter ausgebrochen bei der Vorstellung, wie es wäre, das einfach tatsächlich zu tun. Einfach nicht bis Mittwochnacht in Perth zu bleiben, wo wir jetzt schon alles erkundet haben, was es mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden gibt, sondern nochmal bis Donnerstagmittag nach Langkawi zu fliegen. Hihihihihihi.. 

Meet the kangaroos

Heute gibt es keinen langen Eintrag, weil Karo und ich das Perther Nachtleben erkundet haben (lächerlich, dass die Stadt um 2:00 nachts schon tot ist, da geht es in Deutschland erst richtig los). Es ist echt unglaublich, wie viele Deutsche man in Australien trifft. Und wie schnell man selbst als Deutsche entlarvt wird. 

Jedenfalls, hier die Bilder vom heutigen Tag: 

das ist das Schneeabenteuer, von dem ich gestern erzählt habe.

Fremantle (mit Koala-Socken)

coole Koala-Socken

 

    Das sind sie, meine Koala-Socken, und sie halten mich schön warm. In Perth haben wir heute ein Plakat für Schlittschuhlaufen im Juli gesehen. Im Juli! Hier ist halt einfach echt Winter, auch wenn der Winter eher dem deutschem Frühling entspricht. Die Australier sind auch echt süß, mit ihren Wintermützchen bei 18 Grad. Einmal hab ich hier aber tatsächlich Raureif gesehen, uh.  Auch das hier sieht man überall: 

    als ob es hier schneien würde.


    Unser eigentliches Ziel war heute aber Fremantle. Fremantle ist eine kleine Stadt mit großem Flair. Es gibt zwei kostenlose Buslinien, die jeweils unterschiedliche Routen durch den Ort fahren. Man kann jederzeit aus-und wieder einsteigen. Manchmal kann ich einfach nicht glauben, dass sowas umsonst ist, darum hab ich den Busfahrer heute zur Sicherheit nochmal gefragt und er so: „Do you want to pay me?“, und ich so „Eer..no?“ und er so: „okay, then it’s for free“. Cool. 

    in Fremantle kann jemand ganz schön gut malen.


    Die Stadt hat einen reizenden Charme – bunte Häuser, Malereien, kleine Cafés und das Meer immer nur einen Katzensprung entfernt. Auf der Heimfahrt mit dem Zug sieht man direkt auf das Meer und den Horizont (es gibt nur seitlich Sitze, sodass man immer nach draußen blickt) und heute sind wir sogar genau zum Sonnenuntergang dort entlang gefahren. Dazu noch Musik im Ohr („Not today“ von Imagine Dragons ist seit gestern Abend mein neues Lieblingslied) und man fragt sich, was es Schöneres geben kann auf der Welt als eben diese zu entdecken.

    Vorhin haben Karo und ich uns Spaghetti mit Tomatensauce gekocht und wurden dabei eifrig von Mr. Darcy (dem Kater) beobachtet. Wenn wir Glück haben, ist unsere Wäsche, die wir gestern gewaschen und aufgehängt haben, morgen trocken und ich kann mich mal wieder abwechslungsreicher anziehen. Wer kann schon so schnell behaupten, in Australien Wäsche aufgehängt zu haben.

    PS: wir wurden heute von jemandem nach dem Weg gefragt. WIR. Als wären wir von hier, hihi. 

    Perth

    Karo und ich sind gerade vom Kino zurückgekommen (kleiner Einschub: die Fußgängerampeln machen hier ein total witziges Geräusch, wenn sie grün werden. Wie ein Laserschwert bei Star Wars, das eingeschalten wird. Tschuiiiiiiiiiii – biep biep biep biep biep, genau so. Und die Ampeln sind hier nur so kurz grün, dass ich mich ernsthaft frage, wie es alte Menschen in der kurzen Zeit über die Straße schaffen sollen. Vielleicht ist das allerdings auch gewollt so. Vielleicht wird so die hohe Bevölkerungszahl in Schach gehalten). Davor waren wir den Mittag über in Perth, um uns mit warmen Klamotten einzudecken. Das ist echt traurig, wenn man bedenkt, dass in Deutschland gerade alle schwitzen. Naja, auch in Deutschland wird wieder Winter und für den bin ich jetzt schon ausgestattet. Hab nur vergessen, mir noch die Koala-Socken zu holen, die ich im ersten Laden gesehen hatte. Die kauf ich dann morgen. 

    Hab leider auch nicht so viele Bilder von Perth gemacht, aber das war ja auch nicht das letzte Mal, dass wir dort waren. Dafür hab ich nochmal ein Bild von einem Schild in der U-Bahn: 

    Und ein kleiner Eindruck von Perth City:


    Innenstädte sehen abgesehen von ein paar Gebäuden doch irgendwie immer gleich aus. Was Perth von anderen Städten abhebt, sind die zahlreichen und meiner Meinung nach sehr talentierten Straßenmusiker. Da macht das Bummeln gleich noch mehr Spaß und eigentlich will man in gar keinen Laden gehen, weil man viel lieber weiter zuhören möchte. 
    Pünktlich um 18 Uhr haben dann eh wieder alle Läden geschlossen und es hat in Strömen geregnet. Der perfekte Abend für einen Kinofilm also. Wir haben uns „Me before you“ angesehen (ich wollte ihn in Australien anschauen, damit ich ihn in Deutschland nochmal sehen kann) und er war so schön und so traurig. Ich hab noch nie derart viele Menschen in einem Kinosaal so viel weinen gesehen, und das, obwohl ich das Buch ja gelesen habe und die Geschichte somit schon kannte, und die anderen bestimmt auch, aber es ist einfach so traurig. Ah, ich freu mich schon, den Film nochmal auf Deutsch zu sehen.

    See you soon, raccoon. 

     

    Rottnest Island

    Heute hat um 7:00 Uhr der Wecker geklingelt. Ich hab ihn nicht gehört, dafür hat Karo mich liebevoll („Hast du den Wecker gehört? Es ist 7:00 Uhr“) geweckt. Ich habe dann im Eiltempo geduscht und schon ging es los zur Train Station. So früh bin ich außer für Flüge schon seit meinem letzten Arbeitstag nicht mehr aufgestanden. Das öffentliche Verkehrssystem heißt hier „Transperth“, was ich für ein gelungenes Wortspiel halte. Die Australier sind da eh ganz pfiffig. Über den Priorty Seats thront zum Beispiel ein großes Bild von einem Baby mit einem Stoppschild in der Hand und daneben steht: „This seat is reserved for Mommy and me!“ Also ich würde mich nicht trauen, mich da hinzusetzen (ich setze mich aber auch sonst auf keine Priority Seats).

    Von Bayswater (Bäiswota – bringt uns immer noch zum Lachen) sind wir dann nach Perth City und von dort nach Fremantle gefahren, von wo die Fähre losschippert. Losschippern ist gut, schaukeln trifft es eher, und das in einem Affenzahn, mein lieber Herr Gesangsverein. Vor der Fahrt fragt mich Karo noch, ob mir bei sowas schlecht wird und ich habe verneint, aber ich schätze, eine Fährenfahrt auf dem Bodensee ist auch was anderes als eine auf dem Meer. Nach einer guten Viertelstunde war mir so schlecht, dass einer der Crewmitglieder meinte, ich solle mal oben an Deck an die frische Luft gehen, mit einer Tüte. Die hab ich zum Glück nicht gebraucht, aber es war echt unangenehm. Inzwischen glaube ich aber, dass es daran lag, dass ich auch noch rückwärts gefahren bin. Einfach eine ungute Kombi. Am Zurückfahren ging es dann und was wir an dem Tag erlebt haben, ist es das allemal wert. 

    Rottnest Island ist wunderschön. Die schönste Insel, die ich je gesehen habe. Wir haben uns ein Fahrrad gemietet und sind mehr als 20 km gefahren, die Strecken sind so unfassbar traumhaft und auch leicht zu fahren und die meiste Zeit radelt man am Meer oder an Seen entlang und riecht das Salz, den Sand und die Reinheit der Natur in der Luft. Auf der Insel dürfen keine Autos fahren. Ich glaube, so gesunde Luft werde ich nie wieder atmen. 

    wie im Reisekatalog, nur ohne Photoshop.



    Und natürlich haben wir die ganze Zeit nach Quokkas Ausschau gehalten. Wir hatten bereits das andere Ende der Insel erreicht und immer noch keinen einzigen gesehen. Auf der Rückfahrt zum Hafen kamen wir dann allerdings an einer Gruppe vorbei, die ihre Fahrräder abgestellt und auf dem Straßenboden sitzend gegessen hat – umringt von drei Quokkas. Wir waren aber zu stolz um anzuhalten und uns daneben zu stellen, wir wollten unsere eigenen Quokkas finden, also sind wir ein Stück weiter gefahren und haben an einer Stelle, an der wir es für wahrscheinlich hielten, dass dort Quokkas leben, angehalten, uns hingesetzt und extra laut mit unseren Tüten geraschelt. Ziemlich erbärmlich, hat auch nichts gebracht. Ein paar Kilometer weiter sollten wir sie dann aber endlich finden: die süßesten Tierchen, die es in Australien gibt. Quokkas sind übrigens Kurzschwanzkängurus und seit heute weiß ich auch warum. Sie hüpfen nämlich tatsächlich wie Kängurus auf zwei Beinen durch die Gegend, sind aber ganz klein und schnucklig. Wir waren so entzückt! Spätestens bei den ganzen Restaurants hätten wir unzählige von ihnen gefunden, die wissen schon, wie man es macht. 

    sooooooooooooooooooooooooooooooooo süß!



    So geht ein weiterer Tag in Perth vorbei und ich bin überglücklich, was ich hier alles erleben darf. Morgen gehen wir nach Perth, um ein paar wärmere Sachen zu kaufen. Hier ist halt echt Winter. Eigentlich ist es gar nicht so kalt, ungefähr so, wie bei uns im Frühling, aber die Australier laufen teilweise mit Handschuhen und Fellmütze rum. Oder im anderen Extrem mit kurzer Hose und Tshirt.
    Ich weiß echt nicht, was ich mir dabei gedacht habe, nur drei paar Socken und nur zwei langärmelige Oberteile mitzunehmen. Gerade eben hab ich zwei, drei Sachen im Waschbecken gewaschen, weil die Waschmaschine hier belegt ist – das ist das echte Backpacker-Life. Good night, take care coala bear. 

    PS: Bei Subway in Australien gibt es viel mehr Saucen-und Gemüseauswahl als bei uns. 

    Welcome to Perth


    Das war der erste Satz, den wir gelesen haben, als wir um 6 Uhr morgens Ortszeit aus dem Flugzeug gestiegen sind. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich, auf einmal waren wir in Australien, Down Under, am anderen Ende der Welt (obwohl sich auch Malaysia schon wie am anderen Ende der Welt angefühlt hat – jetzt sind wir jedenfalls WIRKLICH am anderen Ende der Welt angekommen). Im Flugzeug mussten wir noch mitten in der Nacht eine Karte ausfüllen: warum wir nach Australien kommen, für wie lange, ob wir Erde, Insekten oder Fisch (äh, nein?) mitbringen oder uns schon mal strafbar gemacht haben. Haben wir zum Glück nicht und so verlief auch die Einreise ganz unkompliziert. Haben dann am Hertz-Schalter mal nach einem Mietauto gefragt, nachdem die Online-Angebote alle so schwammig formuliert waren. 1230 AUS für 9 Tage, nein, dann lieber doch erstmal kein Auto. Der Linksverkehr hätte mich so früh am Morgen sowieso überfordert. Mit dem Taxi waren wir dann innerhalb von 10 Minuten in Bayswater (oder wie die Australier es aussprechen: BÄISWOOTA) und weitere 10 Minuten später saßen wir mit einer Tasse Grünem Tee bei Kate in der Küche. Wir haben Kate bzw. ihr nettes Zimmer (ihr nettes, sauberes, käferfreies Zimmer) mit eigenem Bad (mit abgetrennter Dusche) über AirBnB gefunden und sind überglücklich, hier gelandet zu sein. Kate ist so liebenswürdig, und sie hat eine Katze, Mr. Darcy. Mr. Darcy habe ich heute dann gleich in unser Zimmer gelockt, war gar nicht schwer. Der deutsche Backpacker von Langkawi hatte uns mal gefragt, ob wir eher der Katzen-oder Hundetyp wären (total dämliche Frage – wie gesagt, ich mochte ihn nicht), und es klingt schon irgendwie komisch, wenn man „Katzentyp“ sagt. Das verleiht einem gleich so ein leicht verschrobenes, verzweifeltes Image, aber – und das muss jetzt einfach mal gesagt werden – Katzen sind einfach cool und sooo süß, und sie stinken nicht. 
    Karo und ich haben dann erstmal einen kleinen Powernap gemacht (von 8:00-13:00). Versucht mal bei AirAsia nachts zu schlafen. Alle paar Minuten gehen gefühlt die Lichter wieder an, weil irgendein Snack angeboten, eine Karte ausgefüllt oder nochmal ein Snack angeboten wird. Und dann müssen die Nebensitzer auf’s Klo und dann man selber und ja, wir haben kaum geschlafen, aber darin sind wir mittlerweile Weltmeister. Irgendwann nachmittags haben wir uns dann aber wie neugeboren gefühlt und uns bei Regen auf zur Galleria Mall gemacht, das nächstgelegene Shopping-Zentrum. Ich wollte eigentlich noch ein paar wärmere Sachen zum Anziehen kaufen, weil es hier im Vergleich zu Malaysia wirklich etwas kühl ist, aber am Ende hab ich etwas viel besseres gefunden: Sour Patch Kids. Ich werde meinen ganzen Rucksack damit vollstopfen, wenn wir zurückfliegen. 

    Abends waren wir dann noch mit Kate und Freunden von ihr in einer Bar, in der eine Quiz Night stattgefunden hat. Das ist total witzig und macht echt Spaß. Jeder Tisch bildet ein Team und dann werden von einem Quizmaster (so nenne ich ihn jetzt mal. Eben eine Person, die laut die Fragen vorliest) Fragen gestellt, die auf einem Zettel beantwortet werden müssen. Während der gesamten Quizrunde darf kein Handy benutzt werden, was ich echt auch cool finde. Findet mal ein Restaurant, in dem für 45 Minuten niemand auf sein Handy schaut. Als die Runde vorbei war und die Antworten ausgewertet wurden, hat der „Quizmaster“ das Handyverbot aufgehoben mit den Worten: „Now you can check Facebook, Twitter, Snapchat, Instagram – put your heads down, look into your phone, DON’T talk to each other and socialize.“ War natürlich ironisch, aber kurze Zeit später ist das selbstverständlich so passiert. Schon eine komische Welt, in der wir leben. Karo und ich liegen gerade auch schweigend nebeneinander im Bett, jede von uns am Handy, aber ich schreibe immerhin diesen Eintrag, was für die Nachwelt von Nutzen ist. 

    Morgen haben wir einen Ausflug zu Rottnest Island geplant, zu den kleinen süßen Quokkas. Und ich werde die Insel nicht verlassen, bis ich ein Quokka gesehen habe. 

    Goodbye Langkawi

    Als Fazit unserer Reise nach Kuala Lumpur und Langkawi kann ich nur sagen: Malaysia ist ein unglaublich vielseitiges Land mit so freundlichen und herzlichen Einwohnern, dass man sich – hat man den Kulturschock einmal überwunden – nur wohlfühlen kann. Ich hätte jetzt locker noch ein paar Tage oder Jahre länger bleiben können. 

    Hier noch ein paar Besonderheiten:

    1) Malaysier nach dem Weg zu fragen ist immer so eine Sache. Man weiß nie so wirklich, wann genau man jetzt abbiegen oder wie lange man geradeaus gehen soll, es wird immer wild gestikulierend „this way, this way“ gesagt und manchmal ist man hinterher so schlau wie vorher. Aber irgendwie ist es süß. Ein deutscher Backpacker, den wir auf Langkawi kennengelernt haben, meinte, für Malaysier ist es unhöflich, nicht weiterhelfen zu können und deshalb sagen sie im Zweifelsfall lieber was Falsches als nichts. Ich mochte den Backpacker aber nicht, keine Ahnung ob das stimmt. Auf jeden Fall kann man wirklich jeden fragen und bekommt immer eine nette Antwort. 

    2) Haltet euch von dieser Getränkemarke fern. Alle Getränke, die ich davon probiert habe, waren eklig. 

    soll Cola sein, schmeckt aber eklig.


    3) Vielleicht ist das auch in anderen Ländern so, aber in Malaysia haben die Duschen meistens keine Abtrennung zu Toilette und Waschbecken. Da wird dann halt einfach das ganze Bad nass. Eigentlich ganz praktisch, dann muss man schon nicht so oft putzen.

    4) Ohne das richtige Insektenspray kommt man besser nicht hierher. Wir haben uns regelmäßig eingesprüht und trotzdem ein paar Stiche abbekommen – Karo hat allerdings die größten Stiche, mein Mückenspray hat mich da besser geschützt. 

    solche fetten Brummer hab ich zum Glück nicht.

    Jetzt aber zu den letzten zwei Tagen auf Langkawi, die SO schön waren. Das mit dem Roller-Ausleihen haben wir am Ende dann gelassen – wir wollten auf Nummer Sicher gehen, dass wir auch bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten ankommen. Ein Taxifahrer hat uns für 100 Ringgit 4 Stunden lang durch Langkawi gefahren  und bei den jeweiligen Haltestellen auf uns gewartet (erzählt das mal deutschen Taxifahrern, bei denen eine Fahrt von einer Ampel zur nächsten schon weh tut). Und er hat uns nebenbei Malay beigebracht (mein Wortschatz hat sich auf die Wörter/Sätze „Nein“, „Ich habe Hunger“, „Ich habe keinen Hunger“ und „Das gefällt mir“ erweitert, den Rest konnte ich mir nicht merken). 

    Das haben wir alles gesehen: 

    Aussicht von der Skybridge Langkawi

    Skybridge Langkawi


    Seven Wells Waterfall


    Black Sand Beach – leider nicht überall black


    Eagle Square – endlich

    so beeindruckend…(Karo fand ihn langweilig)

    Abends waren wir dann nochmal am Strand, an dem sich viele kleine, in der Nacht zum Leben erwachte Bars aneinanderreihen.

    ein richtig kreativer Name für eine Bar, finde ich.


    In solchen Momenten, wenn man mit einem leckeren Cocktail auf einem bequemen Sitzsack direkt am Meer liegt, fühlt man sich wie der glücklichste Mensch auf der Welt, und wahrscheinlich ist man das auch. Man sieht in die weite Ferne, hört das Rauschen der Wellen und genießt die Unendlichkeit des Augenblicks. Leider ist der Augenblick nie unendlich genug – heute waren wir zum letzten Mal dort, um uns ein bisschen in der Sonne grillen zu lassen. Naja, eigentlich hat sich nur Karo grillen lassen – ich war fast die gesamte Zeit im warmen Meer und habe versucht, mir das Gefühl lange genug einzuprägen, damit es bis zum nächsten Urlaub reicht. Tut es eh nie. 
    Während ich das schreibe sitzen Karo und ich am Flughafen in Kuala Lumpur. Vorhin waren wir kurz nochmal in unserem Lieblingsrestaurant auf Langkawi, diesem hier:


    Eine der Mitarbeiterinnen hat sich bedankt, dass wir jeden Tag da waren und ein anderer hat uns eine sichere Weiterreise gewünscht. Das Essen dort war so lecker und preiswert – wie alles in Malaysia.


    Für die gesamte Woche haben wir jetzt 1000 Ringgit gebraucht. Das sind umgerechnet etwas mehr als 200€. Inklusive Unterkunft, Essen, Ausflüge, Taxifahrten, Rollermietung, etc. 
    So, jetzt geht es gleich ans Boarding. Morgen früh landen wir dann nach einer erholsamen Nacht im Flugzeug (ha ha) in Perth, Australien. After a while, crocodile. 

    Langkawi, Tag 2

    Letzte Nacht hat es ohne Ende geregnet – hab mich fast heimisch gefühlt. Einzig das leise Surren der Klimaanlage hat mich daran erinnert, dass ich mich nicht in Deutschland befinde.

    Um 13 Uhr haben wir dann auch mal das Bett verlassen (ich hätte noch ewig weiterschlafen können), weil wir einen Roller mieten und zum Eagle Square fahren wollten. Der Eagle Square ist der Platz mit der großen Adler-Statue und laut Routenplaner gar nicht so weit entfernt. Also haben wir uns spontan eine Roller-Mietstation gesucht (die gibt es hier wie Muscheln am Strand) und obwohl weder Karo noch ich jemals in unserem Leben Roller gefahren sind, standen wir beide 10 Minuten später mit Helm und Schlüssel jeweils vor einem eigenen Roller. Ich hab die Vermieterin dann gefragt, ob sie kurz erklären kann, wie ein Roller so funktioniert. Inzwischen haben wir unser Englisch einfach dem der Einwohner angepasst – je weniger Wörter man verwendet, desto weniger können auch nicht verstanden werden, und das funktioniert wirklich gut. Gas? Break? Fertig war die Schulung. Wir haben uns also auf die Roller gesetzt und Karo ist schon davongebraust – ich hatte das leider noch nicht so im Griff. Hab die Vermieterin dann gefragt, ob man irgendwo üben kann, und sie hat nur auf die Straße gezeigt und gefragt, ob ich alternativ lieber auf Karos Roller mitfahren will. Aber dann dachte ich, wenn auch 16-Jährige das können, werde ich es ja wohl auch schaffen, und überhaupt, ich hab Abitur, ich werde wohl einen Roller fahren können. Hat dann auch endlich geklappt und es war eine gute Entscheidung, nicht bei Karo mitzufahren, denn die wurde inzwischen von zwei Polizisten angehalten (ich lache gerade laut, während ich das schreibe). Jemand hat die Polizei verständigt, weil Karos Fahrstil wohl beunruhigend war. Die Polizisten waren aber echt locker drauf und fanden es glaub ich ganz witzig. Die haben Karo dann auch nochmal erklärt, wie man einen Roller steuert. Es ging also endlich los Richtung Kuah. 

    keine Angst, das Bild ist gestellt. Smartphones am Steuer sind echt nicht cool.


    An dieser Stelle würde ich euch jetzt gerne ein Bild vom Eagle Square zeigen. Leider habe ich aber kein Foto für euch. Nach 20 Minuten Fahrt hat es nämlich so dermaßen angefangen zu regnen, dass wir es für das beste hielten, umzukehren. Wir waren triefend nass, bis wir zurück im Hotel ankamen. Es hat tatsächlich auch bis Mitternacht nicht aufgehört zu regnen, sodass wir nur noch essen und später an der Bar was trinken gehen konnten. 


    Vielleicht kann ich noch kurz erwähnen, dass hier alles richtig billig ist. Für eine Tankfüllung haben wir heute 3 Ringgit bezahlt, das sind umgerechnet ungefähr 65 Cent. Essen gehen wir hier täglich so für 7 Ringgit inklusive Trinken und die Rollermietung hat 35 Ringgit für 24 Stunden gekostet. Die Menschen sind auch hier so unglaublich freundlich und hilfsbereit und freuen sich jedes Mal, wenn man als Ausländer „Terima Kasih“ sagt (ich kann es inzwischen). Dann kommt immer ein fröhliches „Sama Sama“ zurück. 

    Welcome to Langkawi


    Ich halte für die Zukunft nochmal fest: Flugzeiten realistischer aussuchen. Es ist leicht, im Januar von daheim aus zu sagen „ach ja, dann müssen wir da am 16. Juni halt früh aufstehen, was soll’s“ – wenn dann aber auf der tatsächlichen Reise der Wecker klingelt, ehe man überhaupt eingeschlafen ist, verflucht man sich dafür. Ich zumindest. Es sind auch wirklich absolute Härtebedingungen…seit Sonntag habe ich außer von Dienstag auf Mittwoch keine einzige Nacht länger als maximal 2-3 Stunden geschlafen. Hab heute Morgen am Flughafen mal gegoogelt: an Schlafmangel kann man auch sterben. Hab ich aber nicht vor.

    Ich hatte dann auch wirklich schlechte Laune, und zwar bis nachmittags, als wir endlich ein schattiges Plätzchen am Strand gefunden haben. Die Suche nach einer Unterkunft hat sich davor etwas hingezogen. Natürlich kann man in einem Land oder auf einer Insel wie dieser nicht mit hohen Standards rechnen, aber ein bisschen wohlfühlen muss man sich ja doch. Unter Wohlfühlen verstehe ich, dass es zumindest eine Dusche (statt einem dreckigen Eimer Wasser mit Schöpfkelle) und ein Fenster (statt einer schwach leuchtenden Glühbirne) gibt. Dafür gibt es an jeder Ecke Wifi, das ist doch verrückt, oder? Ist jetzt aber auch alles soweit ok. Unser aktuelles Zimmer hat sogar eine Klimaanlage – ohne die würde es mich jetzt nur noch in flüssigem Aggregatzustand geben. 

    Die Menschen hier sind sehr freundlich und ich habe meinen Wortschatz heute Abend an der Strandbar (sooooo schön dort) erweitert: „Terima Kadih“ (oder so? Ok, hab’s schon wieder vergessen) heißt „danke“, und „Sama Sama“ heißt -soweit ich das richtig verstanden habe- „bitte“. Hat uns die Bedienung in der Strandbar beigebracht – der junge Mann war wirklich der Inbegriff von guter Laune. Hier ist das Leben so anders als daheim. Hier gibt es keinen Stress, hier wird einfach so in den Tag gelebt. Eigentlich ganz entspannt, aber hat halt alles zwei Seiten. Ich persönlich hab auf Dauer ja lieber ein gemütliches Zuhause mit Dusche und Tageslicht. Ich freu mich deswegen auch schon etwas auf Aufstralien, weil wir da einfach mal eine feste Unterkunft haben und wieder etwas zivilisierter leben. Das darf man nicht falsch verstehen, hier ist es wirklich auch wunderschön. Nur anders. 


    Und wisst ihr was? ICH GEH JETZT SCHLAFEN!!!!! 

    Tag 2 in Kuala Lumpur

    Der Tag war heute richtig cool. Ausgeschlafen (bis kurz vor 12), geduscht (an der Kraft des Duschstrahls erkennt man meiner Meinung nach die Qualität eines Hotelzimmers – unseres ist TOP für den Preis, den wir bezahlen) und mit frischen Kleidern sieht die Welt einfach ganz anders aus. 

    Heute haben wir einen Ausflug zu den Batu Caves gemacht und das war wirklich sehr beeindruckend: 



    Es sind wohl um die 300 Stufen; hab sie selbst nicht gezählt, aber war so anstrengend, dass ich das durchaus für realistisch halte. Und ich hab mir noch Gedanken gemacht, dass ich drei Wochen lang nicht ins Fitness kann. Was euch oben erwartet, verrate ich nicht. Lauft selbst hoch. 

    Das coolste waren die Affen, die da frei rumlaufen – immer auf der Suche nach Essen. Ein Affe hat einer Gruppe von Frauen deren Plastiktüte geklaut, ist damit auf eine Mauer gesprungen und hat sie dort in aller Seelenruhe ausgepackt und alles, was ihm nicht gefallen hat, weggeschmissen. Fand ich lustig.  

    gefährlich – bitte nicht nachmachen


    Noch lustiger war, dass Karo gestoppt wurde, als wir gerade die Treppen erklimmen wollten. Kurze Vorgeschichte: Karo hat mich schon am Abend vorher gefragt, was ich anziehen werde, und ich habe gesagt, ein langes Kleid, weil die Batu Caves heilig sind. Karo hat dann auch ein Kleid angezogen, das aber leider zu kurz war. Sie musste für 5 Ringgit ein Tuch kaufen und sich umbinden. 


    Ich kann mich gerade gar nicht richtig auf den Eintrag hier konzentrieren, weil Karo sich im Hintergrund darüber beschwert, dass die Putzfrau wohl ihre Süßigkeiten geklaut hat, hihi. („Ich hab extra noch nicht Zähne geputzt, damit ich noch mein Kit Kat Chunky essen kann, warum klaut die mir das, maan […]“). Jetzt hat sie sie aber gerade wieder gefunden. Gott sei Dank. 

    Also: danach sind wir nach Bukit Bintang gefahren, und das war echt nochmal eine ganz andere Welt. Riesige Gebäude, Shopping Malls, mehr Starbucks-Geschäfte als sonstwo auf der Welt, wo ich schon war. Ist übrigens auch der zweite Tag in Folge, an dem ich mir einen Java Chip Frappucchino geholt habe. Es ist wirklich verrückt, ich dachte immer, Malaysia wäre noch eher „zurückgeblieben“, aber das ist keineswegs der Fall. Es gibt hier nichts, was es nicht auch in Amerika gibt (außer Sour Patch Kids und Lucky Charms, hab ich schon abgecheckt). Und dann habe ich mich gefragt, ob das nicht vielleicht auch der Grund ist, warum es uns heute so viel besser hier gefallen hat. Weil alles verwestlicht und uns vertrauter ist. 


    Kuala Lumpur hat wirklich viele Gesichter. Wenn ich an den ersten Stop denke, irgendwo im nirgendwo, wo uns der Taxifahrer abgesetzt hat (ich kann nicht glauben, dass das erst gestern passiert ist), wo alles verwahrlost, dreckig und übelriechend war (im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass es dort genauso gerochen hat, wie in unserem ersten Appartement), und dann der Tag heute –  Kultur und Tradition, Modernität und technischer Fortschritt nur ein paar Straßen voneinander entfernt, dann ergibt das doch eine sehr spannende Mischung. 

    Am schönsten finde ich hier, dass jeder versucht, zu helfen, auch wenn es sprachliche Barrieren zu überwinden gibt, und dass man wirklich von jedem Einheimischen, den man in der U-Bahn oder am Vorbeigehen anlächelt, ein aufrichtiges Lächeln zurückgeschenkt bekommt. Da hab ich heute wirklich gedacht: auch wenn Menschen Welten und Sprachen voneinander trennen, braucht es oft nur ein Lächeln, um sich auf irgendeine Art zuhause zu fühlen. 

    Danke Kuala Lumpur, morgen geht es in aller Frühe (wie haben wir es vermisst) nach Langkawi. 

    Kuala Lumpur

    Von oben sah Kuala Lumpur SO cool aus: 

    Von unten hat es uns leider noch nicht so überzeugt. Man muss dazu sagen, dass uns der Flug bzw. die gesamte Anreise schon ziemlich geschlaucht hat – seit Montag um 2 Uhr nachts waren wir bis Dienstag unterwegs und sind dabei mit drei unterschiedlichen Flugzeugen geflogen (das haben wir uns natürlich mehr oder weniger selbst so ausgesucht und wir dürfen gar nicht jammern). Aber als uns der Taxifahrer, dem wir 74 Ringgit gezahlt haben, damit er uns zu unserer Unterkunft (airbnb) bringt, in irgendeinem Chinatown-Viertel abgesetzt hat mit den Worten „keine Ahnung wo das ist“ (so hat er das übrigens nicht direkt gesagt, er konnte nämlich quasi kein Englisch, es war vielmehr ein Nuscheln und zack, war er auch schon weg), waren wir bereits ein bisschen genervt. Der zweite Taxifahrer war da schon kompetenter, er hat uns erklärt, dass wir auf der falschen Seite der Stadt sind und er uns für 25 Ringgit fährt. Haben ihn auf 23 Ringgit runtergehandelt, ihm am Ende aber doch 25 gegeben.

    Als wir dann endlich in unserer Unterkunft ankamen, wurden wir von einem Schwall schlechter Luft begrüßt. Schlechte Luft im Sinne von hier drin atmet man am besten nur durch den Mund. An dem Punkt hätte ich schon direkt schlafen gehen können, aber ein wichtigeres Bedürfnis als Schlafen ist für mich Essen, und deshalb haben wir uns noch auf den Weg in die nahe gelegene Sunway Putra Mall gemacht (mir fällt gerade ein, dass ich noch nicht erwähnt habe, welche Probleme wir mit der Schlüsselkarte hatten: nur mit der kann man nämlich auch die Knöpfe im Aufzug drücken und es hat einfach nicht funktioniert. Einmal standen wir dann im Aufzug und die Tür hat sich geschlossen, und weil sie nur mit Schlüsselkarte auch wieder aufgeht, saßen wir im Aufzug fest. Jetzt im Nachhinein irgendwie lustig).

    Okay, ich überspringe jetzt ein bisschen, weil der Eintrag sonst zu lange wird. Nach der Mall haben wir dem Infinity Pool einen Besuch abgestattet, was wirklich das heutige Highlight war:


    Danach wollten wir einfach nur ins Bett, aber als sich Karo auf eben dieses legen wollte, hat sie einen kleinen Minikäfer auf der Decke gefunden. Finde gerade leider kein Bild, die sehen aber aus wie ganz kleine Miniameisen in braun. Und als wir genauer geschaut haben, haben wir plötzlich überall solche gefunden. Da war uns klar:  nichts wie weg. Also sind wir bis vor einer knappen Stunde noch mitten in der Nacht mitsamt unserem Gepäck durch die Gegend gelaufen und haben nach einer neuen Bleibe gesucht. Die häufigste Frage von Malaysiern, die wir um Rat gefragt haben, lautete: „what’s your baguette?“ (wir haben dann herausgefunden, dass sie mit „Baguette“ „budget“ meinten) und die häufigste Antwort war irgendein Rumgestottere (Englisch ist hier wirklich keine gut verbreitete Sprache und wenn es jemand spricht, versteht man es einfach nicht). 

    Gut. Wir liegen jetzt im Bett in einem Hotel, das wir vor der Buchung auf Käfer und sonstige eklige Dinge untersucht haben und freuen uns riesig aufs Schlafen. Wir wollten Abenteuer und wir haben Abenteuer, morgen geht’s weiter. Good night. 

    PS: eine Frau hat uns ein Hotel namens „Enum“ empfohlen. Auf unserer Hotelsuche eben haben wir unter anderem „Unum“, „Anum“ und „Enum“ gefunden. Welches sie wohl tatsächlich meinte? 

    First Stop: Abu Dhabi

    Ein gewöhnlicher Montag sieht bei mir normalerweise so aus: aufstehen, arbeiten, essen, Sofa, schlafen (dieser spannende Tagesablauf kann ab und zu variieren). Heute sah er so aus: 

    Flug von Stuttgart nach Berlin – an dieser Stelle muss ich euch kurz was zeigen:


    Ein exklusiver Wartebereich für exklusive Exklusiv-Mitglieder. Ich sag’s euch: hier fängt Benachteiligung an, denn das allgemeine Volk muss draußen bleiben. Aber ganz ehrlich: wer will schon wie Affen im Zoo in einem Glaskasten sitzen. Da fehlt ja nur noch das Schild mit der Aufschrift „Bitte nicht klopfen“ (diese Vorstellung hat uns heute den ersten Lachflash beschert). 

    Von Berlin aus ging es dann mit airberlin nach Abu Dhabi (airberlin ist eine tolle Airline, da bekommt man richtig viel zu essen. Und eine Decke). 

    Und weil unser Zwischenstopp in Abu Dhabi ganze 7 Stunden beträgt, haben wir uns entschlossen, Abu Dhabi anzuschauen. Also haben wir mit einem Taxi die Stadt erkundet und unter anderem die achtgrößte Moschee der Welt, den Emirates Palace, die Marina Mall und den Formel 1 Platz (im Dunkeln) gesehen. 




    Krass, oder? So viel kann man an einem Tag erleben, auch wenn wir die meiste Zeit im Flugzeug saßen. Und nachher wieder sitzen dürfen: noch 7 Stunden bis zur Final Destination Kuala Lumpur. See you later, alligator. 

    PS: der Sommer hat sich übrigens hier versteckt. 

    PPS: der erste Stop war gar nicht Abu Dhabi, sondern Berlin. 

    Time for another adventure

    Habt ihr je schon mal versucht, einzuchecken, und dabei bemerkt, dass es euren Flug gar nicht (mehr) gibt? Wir haben unseren Flug ja über flugladen.de gebucht und Karo hat die Flugbestätigung mit allen Uhrzeiten damals direkt ausgedruckt. Und so saßen wir heute, nachdem ich sie um 15 Uhr im schönen Ravensburg abgeholt habe, vor meinem MacBook und haben festgestellt, dass irgendwas so gar nicht stimmt. Statt unserem Flug Stuttgart-Abu Dhabi um 10:40 Uhr gab es nun nur noch einen Flug Stuttgart-BERLIN-Abu Dhabi um 8:40 Uhr. Nach einer Weile, in der wir ungläubig auf den Bildschirm gestarrt haben, haben wir dann bei Air Berlin angerufen. Das ist wirklich ätzend. Bevor man da mal eine echte Person an den Hörer bekommt, vergeht eine Weile. Ich war echt so sauer und fest entschlossen, wer auch immer ans Telefon gehen möge, meinen ganzen Zorn spüren zu lassen, aber als sich dann nach 10 Minuten Warteschleife ein schlecht deutsch sprechender Mann gemeldet hat, der ja so gar nichts für diese Änderung kann, mussten wir es halt hinnehmen. Es ist nun tatsächlich so: wir fliegen um 8:40 erstmal nach Berlin und von dort nach Abu Dhabi. Eigentlich musste ich schon während wir recherchiert haben ständig lachen, aber es ist doch wirklich dreist: hätten wir nicht schon heute online eingecheckt, wären wir morgen um 8 für unseren Flug um 10:40 Uhr da gewesen und hätten dort ein ganz großes Problem gehabt. Aber hey, dafür dürfen wir jetzt schon um 2 Uhr aufstehen, also in viereinhalb Stunden – yeeha.

    Flugladen, du hörst von uns. 

    Noch sechs Tage

    Es ist wirklich verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Ich glaube es war Januar, als Karo und ich die Idee hatten, einen großen Urlaub zu planen. Jetzt sind wir in einer Woche schon in Kuala Lumpur. Heute war mein letzter freier Tag (abgesehen von Sonntag) und ich habe es – wie zu erwarten war – nicht geschafft, meinen Rucksack zu packen. Jetzt werde ich eben erst am Wochenende herausfinden, ob alles nötige dabei ist. Dafür habe ich heute nochmal allerlei Zeug gekauft. Medikamente für alle möglichen Wehwehchen, bequeme Sandalen (Sandalen hört sich immer so omamäßig an, vor allem, wenn es „bequeme Sandalen“ sind, aber die sind echt ganz cool) und nochmal ein Microfaserhandtuch. Die sind ultraleicht und trocknen schnell.

    Der Wetterbericht für Kuala Lumpur sieht übrigens schon seit Wochen so aus:

    Jaja, man darf gespannt sein, was uns da erwartet. An dem Freitag, an dem ein bisschen Sonne scheint, sind wir übrigens schon gar nicht mehr dort.

    Gestern haben Karo und ich außerdem festgestellt, dass wir für Australien einen internationalen Führerschein brauchen. Also hab ich meinen in einer Nacht-und Nebelaktion gesucht, denn den hab ich seit Amerika nicht mehr gebraucht. Glücklicherweise hab ich ihn auch relativ schnell gefunden. Es gibt nichts, was mich innerlich mehr stresst, als wichtige Dokumente nicht zu finden. Jedenfalls hab ich den heute erneuern lassen. Man muss echt an SO viel denken. Zum Glück teilen Karo und ich uns die Gedanken. Ich weiß, es passiert hier gerade noch nicht viel Spannendes. Deutschland ist einfach so langweilig.

    Und last but not least: ich habe eine Antwort von AirAsia erhalten. Waaaaahnsinn, hat auch nur zwei Wochen gedauert. Aber es ist alles in Butter, wir werden nach Langkawi fliegen. Zu dem großen, gruseligen Adler. Krakra.

     

    work work work work work work 

    Ich gestehe, es hapert noch ein bisschen mit der Regelmäßigkeit meiner Beiträge. Ich möchte uns alle einfach langsam an mein Comeback gewöhnen. Und viel zu berichten gibt es aus meinem Erwachsenenleben momentan auch nicht.

    AUSSER:

    -dass ich einen Rucksack gefunden habe (Karo und ich backpacken nämlich, was sich ziemlich cool anhört, wie ich finde). Voilá:


    -dass wir immer noch auf die Bestätigungsmail von Airasia warten. Ist das normal? Also wahrscheinlich ist es nicht normal, aber kommen wir trotzdem nach Langkawi? Mit Airasia? (Memo an mich selbst: in Zukunft lieber ein Kundenkonto anlegen, statt als Gast zu buchen)

    -und die wichtigste Info zum Schluss: Ich habe einen neuen Lippenstift gekauft, und er ist SO cool. Ich würde ihn euch ja zeigen, aber in meinem neuen Blogdesign zeigt es Bilder immer so riesig an, das ist mir noch ein bisschen unangenehm. Ihr sollt ja nur den Lippenstift und nicht jede einzelne meiner Poren sehen. Jedenfalls ist er von Bobbi Brown und einfach wundervoll.

    Und die allerwichtigste Info zum Schluss: ich lese gerade SO ein spannendes Buch. Wie gesagt, ihr meldet euch, falls ihr einen Tipp braucht oder wollt. Buchhändler sind besser als Amazon-Algorithmen.

    zweitausendsechzehn

    Hello, it’s me. I was wondering if after all these years you’d like to..😀

    Wir schreiben das Jahr 2016. Mein letzter Blogeintrag ist schon drei Jahre her. Das ist gerade echt ein seltsames Gefühl..schließlich hat mich dieser Blog mehr als ein Jahr tagtäglich begleitet. Drei Jahre war ich nun auf mich allein gestellt und habe vor einiger Zeit beschlossen, diesen Blog wieder zum Leben zu erwecken. Das hat einen bestimmten Grund: Karo und ich gehen reisen und ich brauche eine Plattform, um meine Erinnerungen festzuhalten (für physische Tagebücher bin ich zu unkonsequent, und wer trägt schon ein Tagebuch mit sich herum?). Jedenfalls…willkommen zurück. Willkommen, wer auch immer auf dieser Seite landet.

    Für alle, die sich dafür interessieren:

    Was in der Zwischenzeit geschah (also seit ich mit frischen 21 Jahren zurück aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten in das Land der durchaus begrenzten Möglichkeiten namens Deutschland zurückkehrte):

    Ich bin nun 24 und in meinem letzten Ausbildungsjahr zur Buchhändlerin. Ich habe mich also unter das intellektuelle Volk gemischt und fühle mich sehr wohl da. (Lest ihr gerne? Solltet ihr mal machen. Falls ihr Tipps braucht, meldet euch, ich hab ganz viele). Mit dem Eintritt in die Berufs-und damit auch Erwachsenenwelt stellt sich allerdings folgendes Problem: man arbeitet. Und zwar von morgens bis abends, von Montag (und im Fall des Einzelhandels) bis Samstag. Und da die Anzahl an Urlaubstagen begrenzt ist, muss man sehr gut planen, da bedarf es schon einem richtig guten Organisationsgeschick. Diese Fähigkeit hab ich mir in Amerika aber glücklicherweise erfolgreich angeeignet. Und deshalb geht es jetzt in meinem dreiwöchigen Urlaub mit der lieben Karo (wer meinen Blog von damals verfolgt hat, weiß, wer das ist. Ich sage nur: Spinnenphobie, übelster Sonnenbrand aller Zeiten, Playdates ohne Ende und ein richtig großartiger Reisemonat) auf unsere größte Reise seit Amerika:

    Von Stuttgart fliegen wir nach Kuala Lumpur (Malaysia) mit 6 Stunden Zwischenstopp in Abu Dhabi (man könnte meinen, wir hätten in der Vergangenheit aus der Wahl unserer Flugzeiten gelernt), von Kuala Lumpur geht es zwei Tage später nach Langkawi, eine hübsche Insel mit einem gruseligen großen Adler als Wahrzeichen (googelt den mal, echt unheimlich) und nach dieser ersten Woche geht es dann noch für 10 Tage nach Perth, Australien. Das hört sich vielleicht übertrieben und verrückt an, aber von Kuala Lumpur aus fliegt man nur ein paar Stunden und für nur ein paar Euro (naja, ein paar paar) nach Perth. Das kann man ja nicht nicht ausnutzen oder? Ihr seht, es wird spannend. Und es dauert nicht mehr lange, bis ich endlich endlich wieder mal so richtig „Goodbye Deutschland“ sagen kann.