„Ziehen Sie eine Nummer“

„Your Visa is approved“

Heute war der große Tag. Nach ganzen drei Stunden Schlaf hieß es um 4:50 aufstehen, duschen und ab nach München ( an dieser Stelle vorab ein kleines „Danke“ an meinen Freund, der trotz zahlreichen „Ich will liegenbleiben… ich bleib daheim im Bett und warte bis du wieder da bist“- Aussagen mitgekommen ist- natürlich nur mit Kuschelkissen). Der Weg nach München war relativ unspektakulär. Dank Werner ( der Stimme unseres Navigationsgerätes) haben wir die Amerikanische Botschaft gleich gefunden, einen nahegelegenen Parkplatz allerdings nicht. Ich hab schon voll die Panik bekommen, weil es kurz vor 9 Uhr, der Zeit für meinen Termin, war und ich schon beim Vorbeifahren die Schlange vor der Botschaft gesehen habe. Hätte ich zu dem Zeitpunkt schon gewusst, dass ich die nächsten VIER Stunden in dem Gebäude verbringe, hätt ich mir schon mal gar keinen solchen Stress gemacht.

Die Schlange war relativ kurz, trotzdem musste ich gut eine halbe Stunde draußen warten, weil immer nur zwei Leute reingelassen wurden. Als ich drankam, ging alles relativ schnell, weil ich – auf Ratschlag der Agentur und vielen anderen Au Pairs hin- mein Handy und jegliches andere Klimbim daheim gelassen habe. Allerdings wurden zwei Haarklammern von mir konfisziert, da es sich dabei um höchstgefährliche Waffen handelt ( ich könnte ja jemanden damit erstechen, jawohl). Als ich dann in den Hauptraum kam, traf mich erstmal der Schlag: er war VOLL. Nachdem ich der Dame an der „Rezeption“ meine Unterlagen gezeigt habe, durfte ich eine Nummer ziehen und Platz nehmen. Und warten, und warten… und warten. Beim ersten Aufruf meiner Nummer musste ich die zuvor durchgesehenen Unterlagen abgeben und Fingerabdrücke machen. Sehr unspektakulär. Meine Wartezeit wurde außerdem durch einen älteren Herrn „versüßt“, der mir ständig vom Klima in Virginia erzählte- die Sommer heiß und feucht und überhaupt ziemlich „unerträglich“. Da konnte ich noch so oft sagen, dass mir das nichts ausmacht. „Warten Sie nur ab“, hat er immer gesagt.

Viele Stunden später kam dann auch endlich das „Interview“, bei dem ich etwas über meine Gastfamilie erzählen sollte und über meine Pläne nach dem Au Pair- Jahr. Der Herr war sehr freundlich, was ich nicht wirklich anders erwartet habe, da er Amerikaner war. Alles in allem sehr unkompliziert, nur 4 Stunden warten für 5 Minuten Interview?! Naja, ich hab’s hinter mir.

Nach dem Tag heute weiß ich übrigens auch mein Handy wieder viel mehr zu schätzen. Warten ist echt blöd, vor allem wenn man sich nicht mit der Außenwelt verständigen kann. Man sitzt in der Botschaft, kann nicht mal eben schnell ne SMS an Mami schreiben, dass es länger dauert, geschweige denn hat man überhaupt mal eine UHRZEIT ( also eine Uhr könnten die in der Botschaft ja schon aufhängen, wobei das vielleicht auch Taktik ist.. damit man nicht merkt, wie lang man eigentlich da drin sitzt). Das war also mein Tag in München, aus dem Shoppen ist übrigens nichts geworden, ich wollt einfach nur noch ins Auto und schlafen.

68 Tage!

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