Tag 54: Ich kann nix dafür.

Bevor ihr mich ans Kreuz nagelt: ich und ein paar andere tausend Amerikaner hier in der Umgebung hatten die ganze Nacht über keinen Strom und kein Internet. Grund: ein böser böser Sturm mit Tornadowarnung. Aber ich fang mal von vorne an😀.

Es waren einmal drei Mädchen, die sich unglaublich auf den Abend freuten, da sie gedachten, eine schöne Nacht in Washington DC zu verbringen. So kam es, dass sie sich in eines der Mädchen’s Häuser begaben, um sich vor dem großen Spiegel für den feierlichen Anlass zurechtzumachen. Nachdem jedes der Mädchen in ihre hübschen Roben geschlüpft, kam jedoch das drohende Unheil: ein böser Sturm sollte sie in dem auf einmal dunkelgewordenen Haus gefangen halten. Okay, keine Lust mehr😀. Ja, die Warnung kam von Juli’s Gastmama, als wir gerade loswollten: wir sollen mal den Wetterbericht anschalten, da kommt ein böser Tornado genau auf Washington DC zu- super. Laune von 100 auf 50. 50, weil wir dachten, wir könnten vielleicht trotzdem noch gehen. Wir sind dann rüber in das Haus von einer anderen Freundin und haben dem Gastvater von der Tornadowarnung erzählt und er meinte nur: „Aaach, fahrt einfach ganz schnell los, dann seid ihr vor dem Tornado in DC.“ Als er dann den Wetterbericht angeschalten hat, kam dann nur noch: „Oh. Okay, das ist wirklich ein schlimmer Tornado. Sowas hab ich noch nie gesehen.“ – Laune also von 100 auf 20. 20, weil wir dachten, wir könnten vielleicht trotzdem noch gehen. Also zurück in Juli’s Haus, vor dem Wetterbericht gesessen, der immer wieder dasselbe gesagt hat, und überlegt. ( und ich Pizza gegessen, die ich mir davor noch geholt hab :D). Da unser Motto aber „no risk, no fun“ heißt, haben wir die restlichen 20% unserer Laune wieder auf 100 erhöht und wollten gerade los, als wir auf einmal von draußen Sturm hören. Ich red hier nicht von einem Windhauch, ich rede von einem Sturm, der Bäume umhaut😀. Im selben Moment gingen dann auch schon alle Lichter aus und sämtlicher Strom ( Klimaanlagen, Kühlschrank, Internet, etc.) ging nicht mehr. Wir haben einen Strommasten auf ner Straße liegen sehen, der runtergekracht ist. Vielleicht lag’s daran😀. Sah dann jedenfalls so aus:

20120630-142150.jpg

Juli’s Gastvater hat während wir da so saßen ständig versucht, Bilder von dem Blitz zu machen. Ich wollt auch ein cooles Blitzbild für euch festhalten, aber irgendwie sind alle Fotos einfach nur schwarz😀. Ob wir an dem Abend doch noch nach DC gekommen sind oder nicht, bleibt für immer ein Geheimnis. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.😀.

Der Strom geht übrigens seit ungefähr einer Stunde wieder, zumindest bei mir daheim. Bei Juli noch nicht😀. Man merkt bei ihr im Haus auch schon, wie es langsam heißer wird, weil die Klimaanlagen nicht funktionieren. Auch ein paar Ampeln gehen noch nicht, ist ganz witzig: niemand weiß so wirklich, wann wer fahren darf😀. Da hält man einfach mal an, wenn man mal grad Lust hat- aber es funktioniert. Ich für meinen Teil geh jetzt noch an den Pool- und ihr?

2 Gedanken zu “Tag 54: Ich kann nix dafür.

  1. Heey find deinen blog echt SUPER, is mal nicht so langweilig wie manch andere au pair blogs😉
    Bin übrigens ab august auch au pair in arlington, VA🙂

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s