Tag 239: HAPPY NEW YEAR!

Eigentlich hab ich gerade gar keine Zeit noch zu schreiben, aber mein Nagellack muss eh noch trocknen, drum tipp ich storchenfußartig diesen Artikel, bevor ich gehe. Wohin? Zu Julia. Und danach auf eine Hausparty. Gab gerade noch ewiges Tralala wer fährt bzw. fahren DARF ( manche Gasteltern haben’s ja nicht so mit Au Pairs weitere Strecken fahren lassen, obwohl die Strecke nichtmal weit ist). Jedenfalls fahre ich😀. Und morgen erst wieder zurück, damit auch ich ( legal wohlbemerkt) ein bisschen ins Glas schauen darf.

2012.. wow. Ich glaube 2012 war mit Abstand eines der besten Jahre meines bisherigen Lebens. Nicht nur, weil ich meinen Traum als Au Pair in die USA zu gehen wahrgemacht und damit viele neue Erfahrungen gesammelt habe, sondern auch, weil ich mit einigen Dingen abschließen konnte. Dinge, die nicht so toll waren, aber die ich mich nie getraut habe, zu ändern. Mein Leben hier in  Amerika ist so anders als daheim- ich trage auf einmal große Verantwortungen und hab schon so manche Situationen bewältigt, die auf den ersten Blick unmöglich schien- für mich. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unglaublich viel man dadurch für sich selbst dazulernt, wie viel stärker und selbstbewusster man sich fühlt. Mir wurden zwei zuckersüße Kids anvertraut und ich bin stolz darauf, einen kleinen Lebensabschnitt mit ihnen verbringen zu dürfen, ihnen Dinge beibringen zu können oder ihnen in bestimmten Situationen weiterhelfen zu versuchen. Eine Dame bei einem unserer Au Pair Meetings sagte mal soetwas wie: „Ein Teil von euch bleibt in den Kindern zurück- die Art, wie ihr sie behandelt, kann sie für ihr ganzes Leben prägen“. Ich hoffe, dass der Teil von mir, der meinen Kids hier in Erinnerung an mich bleibt, so schön ist wie meine bisherigen Monate hier.

Die ganzen Menschen, die ich hier kennengelernt habe und die ich sicher auch noch nach meinem Jahr hier irgendwo irgendwann wiedersehen werde, sind mir so ans Herz gewachsen und ich habe festgestellt, dass man überall auf der Welt Freunde finden kann. Sogar Seelenverwandte. Und manchmal sogar mehr als das. Manchmal sind es die größten Zufälle, Schicksal oder wie auch immer man es nennen kann, die einen mit solchen Menschen zusammenführen und auch dafür bin ich mehr als dankbar. Es zeigt mir einfach doch, dass am Ende immer alles irgendwie gut wird. Und wenn dieses Gut vorbei ist, dann kommt irgendwann ein anderes Gut. Genauso wie der Spruch von Lisas Papa. „Das Schöne lebt darin, dass es flüchtig ist und in neuer Form erstrahlt.“ Mein Spruch für 2012.

Jetzt bleiben mir hier nur noch knappe vier Monate von den ursprünglichen 12. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Aber wisst ihr was? Am Ende kann ich sagen, bis weit über den Ozean hinaus eine zweite Familie gefunden zu haben, die mich hoffentlich nie vergisst- genauso wie ich sie nie vergessen werde.

So, mein Nagellack ist trocken und ich darf nicht sentimental werden, sonst verläuft meine Wimperntusche😀. Also liebe Leute, danke an alle, die 2012 über ständig meinen Blog verfolgt haben- ohne euch würde ich das wahrscheinlich nicht so intensiv machen. Ich hoffe, wir lesen uns auch in 2013 wieder. Dann ist vielleicht EUER Jahr, oder EURE Rückkehr- wer weiß. Frohes Neues!

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