Kuala Lumpur

Von oben sah Kuala Lumpur SO cool aus: 

Von unten hat es uns leider noch nicht so überzeugt. Man muss dazu sagen, dass uns der Flug bzw. die gesamte Anreise schon ziemlich geschlaucht hat – seit Montag um 2 Uhr nachts waren wir bis Dienstag unterwegs und sind dabei mit drei unterschiedlichen Flugzeugen geflogen (das haben wir uns natürlich mehr oder weniger selbst so ausgesucht und wir dürfen gar nicht jammern). Aber als uns der Taxifahrer, dem wir 74 Ringgit gezahlt haben, damit er uns zu unserer Unterkunft (airbnb) bringt, in irgendeinem Chinatown-Viertel abgesetzt hat mit den Worten „keine Ahnung wo das ist“ (so hat er das übrigens nicht direkt gesagt, er konnte nämlich quasi kein Englisch, es war vielmehr ein Nuscheln und zack, war er auch schon weg), waren wir bereits ein bisschen genervt. Der zweite Taxifahrer war da schon kompetenter, er hat uns erklärt, dass wir auf der falschen Seite der Stadt sind und er uns für 25 Ringgit fährt. Haben ihn auf 23 Ringgit runtergehandelt, ihm am Ende aber doch 25 gegeben.

Als wir dann endlich in unserer Unterkunft ankamen, wurden wir von einem Schwall schlechter Luft begrüßt. Schlechte Luft im Sinne von hier drin atmet man am besten nur durch den Mund. An dem Punkt hätte ich schon direkt schlafen gehen können, aber ein wichtigeres Bedürfnis als Schlafen ist für mich Essen, und deshalb haben wir uns noch auf den Weg in die nahe gelegene Sunway Putra Mall gemacht (mir fällt gerade ein, dass ich noch nicht erwähnt habe, welche Probleme wir mit der Schlüsselkarte hatten: nur mit der kann man nämlich auch die Knöpfe im Aufzug drücken und es hat einfach nicht funktioniert. Einmal standen wir dann im Aufzug und die Tür hat sich geschlossen, und weil sie nur mit Schlüsselkarte auch wieder aufgeht, saßen wir im Aufzug fest. Jetzt im Nachhinein irgendwie lustig).

Okay, ich überspringe jetzt ein bisschen, weil der Eintrag sonst zu lange wird. Nach der Mall haben wir dem Infinity Pool einen Besuch abgestattet, was wirklich das heutige Highlight war:


Danach wollten wir einfach nur ins Bett, aber als sich Karo auf eben dieses legen wollte, hat sie einen kleinen Minikäfer auf der Decke gefunden. Finde gerade leider kein Bild, die sehen aber aus wie ganz kleine Miniameisen in braun. Und als wir genauer geschaut haben, haben wir plötzlich überall solche gefunden. Da war uns klar:  nichts wie weg. Also sind wir bis vor einer knappen Stunde noch mitten in der Nacht mitsamt unserem Gepäck durch die Gegend gelaufen und haben nach einer neuen Bleibe gesucht. Die häufigste Frage von Malaysiern, die wir um Rat gefragt haben, lautete: „what’s your baguette?“ (wir haben dann herausgefunden, dass sie mit „Baguette“ „budget“ meinten) und die häufigste Antwort war irgendein Rumgestottere (Englisch ist hier wirklich keine gut verbreitete Sprache und wenn es jemand spricht, versteht man es einfach nicht). 

Gut. Wir liegen jetzt im Bett in einem Hotel, das wir vor der Buchung auf Käfer und sonstige eklige Dinge untersucht haben und freuen uns riesig aufs Schlafen. Wir wollten Abenteuer und wir haben Abenteuer, morgen geht’s weiter. Good night. 

PS: eine Frau hat uns ein Hotel namens „Enum“ empfohlen. Auf unserer Hotelsuche eben haben wir unter anderem „Unum“, „Anum“ und „Enum“ gefunden. Welches sie wohl tatsächlich meinte? 

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