Von einem heißen Ort zu einem noch heißeren Ort

Heute haben wir das wirklich tolle und so familiäre Hostel (Green Backpackers Hostel) in Mitzpe Ramon verlassen. Natürlich nicht, ohne gestern Abend im Dunkeln noch unter dem Sternenhimmel zu liegen. Erst haben Karo und ich aber einen Versuch gestartet, Süßkartoffelpommes selber zu machen (Versuch ist gescheitert), und währenddessen zusammen mit ein paar anderen den Film „Eat, Pray, Love“ angeschaut. Nämlich hier: 

Wohnzimmer im Green Backpackers Hostel – so gemütlich!


Als Karo und ich dann nach draußen gegangen sind, war es schon nach halb 10 abends. Es war richtig stürmisch und – wer hätte es gedacht – dunkel. Wir wollten wieder zum Camel Hill hoch, aus irgendeinem Grund hatte ich aber die ganze Zeit so Angst, dass ich es nicht richtig genießen konnte. Kennt ihr das, wenn das einzige Licht von dem kleinen Strahl einer Taschenlampe kommt und sich überall Schatten bilden? Und dann hat sich auch noch langsam ein Auto  von hinten genähert; erst als es neben uns zum Halt kam, haben wir gesehen, dass es die Polizei ist. Die wollte wissen, ob alles ok ist, also haben wir erklärt, dass wir den Sternenhimmel von der Aussichtsplattform sehen wollen. Ok, alles klar. Da sind sie weiter gefahren, und haben einige Meter weiter oben gehalten und ihr Auto ausgeschalten. 

Auf der Plattform angekommen war es nochmal stürmischer, der Wind hat richtig gepfiffen, mir war kalt, und ich hatte Angst 😀 . Hört sich alles andere als romantisch an, ich weiß. Aber es war trotzdem nett (die Sterne, meine ich). Allzu lange sind wir (zum Glück) nicht geblieben, und als wir zurück auf der Hauptstraße waren, kam auch die Polizei langsam wieder den Berg runtergefahren – ein bisschen seltsam. 

So, jetzt aber zum heutigen Tag: wir sind in Eilat angekommen! Am südlichsten Punkt Israels, wo man mit einer Hitzewelle und einem Wahnsinns-Ausblick begrüßt wird. Drei Länder kann man von hier aus sehen: Jordanien, Saudi-Arabien und Ägypten. Eigentlich wollten wir einen Bus von Mitzpe Ramon nach Eilat nehmen, aber die Hostel-Mitarbeiterin meinte, wir könnten auch einfach versuchen zu trampen, das würde hier wirklich jeder machen und die Leute nehmen einen gerne mit. Wir haben es dann ein bisschen drauf ankommen lassen. Wir sind zur Bushaltestelle gelaufen und haben nicht nur diesen netten Gesellen gesehen: 


sondern auch eine Mitfahrgelegenheit gefunden. Hat auch gar nicht viele Autos gebraucht, bis eins angehalten hat. Ein paar Minuten später saßen wir dann bei einem netten Mann im Auto, der zwar gefahren ist wie ein Verrückter (also so halt, wie alle hier fahren – hab ich ja schon berichtet), aber richtig nett und nach der zweiten Hälfte des Weges sogar lustig war. Er hat mit uns sogar sein Essen teilen wollen und es lief Ed Sheeran 😀 . Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir dann da, in Eilat, wo wir nach einem leckeren Mittagessen von Omri abgeholt wurden, bei dem wir die nächsten Tage couchsurfen. Er wohnt in einer WG mit einer deutschen Biologin und wir haben uns auf Anhieb super verstanden (gerade versucht er, Karo irgendeine Art von Knoten beizubringen 😀 ). Schon ein erster Spaziergang hat uns davon überzeugt, dass Eilat großartig ist. Wir wären am liebsten sofort ins Rote Meer gesprungen, aber wir hatten keine Badesachen dabei. Morgen dann. Morgen wird ausgiebig gebadet. 

Das Rote Meer mit Sicht auf Jordanien


Eilat hat übrigens sogar einen eigenen kleinen Flughafen und ich habe heute den Schreck meines Lebens bekommen, als plötzlich direkt über unseren Köpfen ein Flugzeug im Landeanflug vorbeigerauscht ist. Ich muss morgen ein Foto davon machen, das glaubt einem ja kein Mensch. Man hätte es beinahe anfassen können. 

So, jetzt aber genug für heute. Ich wünsche den Ravensburgern unter euch eine Scheene Ruata 😀 . Allen anderen: tschüss. 

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