Das Rote Meer 

Heute wurde ich – denn Karo war schon vor mir wach – von Omri, unserem Gastgeber geweckt, der sich mit seiner Gitarre vor unser Bett gesetzt und uns ein paar schöne Lieder vorgespielt hat. So wacht man doch gleich viel entspannter auf 😀 . Er ist dann zusammen mit den anderen zur Arbeit aufgebrochen, während Karo und ich uns für den Strand fertiggemacht haben. Also Bikini an, Handtuch eingepackt und auf dem Weg zur Bushaltestelle noch Frühstück beim Bäcker geholt (die Backwaren hier sind so lecker). Die Busfahrt zum Strand hat gerade mal einen Euro gekostet, obwohl wir eine halbe Stunde unterwegs waren (wir sind aus Versehen ein Stück zu weit und bis zur ägyptischen Grenze gefahren – hallo Ägypten 😀 ). Als wir das Haus verlassen haben, dachte ich noch: Ach, geht ja mit der Hitze. Aber dann wurde es im Minutentakt heißer und heißer, und ich zunehmend schlechter gelaunt. Ich hatte zu meiner Verteidigung aber auch noch nichts gegessen, wir waren davor schon wieder viel gelaufen und es war eben heiß. Nach dem ersten Mal Schnorcheln im Roten Meer sah die Welt dann aber ganz anders aus: in schönste Blautöne getaucht und umschwärmt von Fischen aller Art. Es war ein Traum. 


Es war aber auch unerträglich heiß, wirklich unerträglich – über 40 Grad, das konnte ich mir nie so recht vorstellen. Man fühlt sich ein bisschen, als würde man brennen 😬 . Für den Heimweg sind wir erstmal ewig gelaufen, bis wir eine Bushaltestelle gefunden haben, und weil wir keine Lust hatten in der Hitze zu warten und auch gar nicht wussten, wann ein Bus kommt, sind wir halt wieder getrampt. Dabei kann man echt nette Gespräche führen und man ist viel schneller und komfortabler und günstiger am Ziel (natürlich sollte man immer seinen gesunden Menschenverstand nutzen und nur einsteigen, wenn man auch ein gutes Gefühl dabei hat). Weil heute Freitag ist und damit ab nachmittags wieder Shabbat ausgerufen wurde, mussten wir aber noch einen geöffneten Supermarkt finden und etwas zu Essen kaufen – es war wirklich ein qualvoller Heimweg. Es kam uns nichts als heiße Luft entgegen, immer wieder mussten wir kurz Pause im Schatten machen, und als wir endlich, endlich Omris Wohnung erreicht haben, habe ich erstmal die Klimaanlage eingeschalten. Kurze Zeit später kam Joel, Omris derzeitiger zweiter Mitbewohner, nach Hause und wir haben entschieden, zusammen Abendessen zu kochen. Omri ist leider bis morgen Abend in Tel Aviv, seine gute Laune und sein fröhlicher Geist haben hier schon ein bisschen gefehlt. Es war trotzdem richtig nett, und zusammen mit einer anderen Couchsurferin aus Israel hatten wir ein tolles Shabbat-Dinner: 

Shabbat Dinner (Spaghetti mit Tomatensauce 😬)

Dank der Israelin (Joel kommt aus Kanada) konnten wir unseren Hebräisch-Wortschatz um einige Wörter erweitern. Ich finde die Sprache so interessant. Ich glaube, das liegt daran, dass ich in ihr einfach keinerlei Struktur erkenne, dass ich nichts davon verstehe. Da hilft auch kein Großes Latinum 😀 . Nach dem Essen sind wir noch ins Stadtzentrum gefahren und haben uns am Meer einen Frozen Joghurt gegönnt. Da war richtig was los, hat mich schon beinahe an das Rutenfest erinnert. Eilat erinnert an einen Mix aus Miami, Las Vegas und Israel, finde ich. Alles vertreten – von palastartigen Hotels über Fahrattraktionen, Shopping-Malls und Strandpromenaden, bishin zum üblichen Falafelstand. Ich finde es aufregend hier. Am schönsten aber ist es, dass wir die Stadt bei und mit Einheimischen kennenlernen dürfen. Leila tov. Gute Nacht. 

Frozen Joghurt aus Mango, Erdbeeren, Melone und Schokolaaaade

Eilat bei Nacht.

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