City of David

Heute haben Andrea, Aditya, Sam und ich den unterirdischen Teil der Stadt Davids erkundet: 533 Meter haben wir uns durch einen mit Wasser gefluteten Tunnel gewagt, in dem das einzige Licht das unserer Taschenlampen war.

 

Abstieg in den Tunnel 😬 noch mit Beleuchtung.

Der Tunnel wurde etwa 701 v. Chr. von König Hiskia angelegt, der die Wasserversorgung Jerusalems im Falle einer Belagerung durch die anrückenden Assyrer sicherstellen wollte. Der Tunnel leitete die vor der Stadt liegende Gihon-Quelle in den innerhalb der Mauern gelegenen Siloah-Teich ab. Der Kanal ist um die 65 cm breit und zwischen 1,50 m und 5,10 m hoch, man läuft also abwechselnd gebückt und gerade, das Wasser steigt einem am Anfang bis über die Knie – ein Abenteuer, und fast wie Kneipen 😬. 

Danke an Andrea, der das Bild gegen meinen Willen gemacht hat 😬

Danach sind wir nochmal ein paar hundert Meter durch einen trockenen Tunnel gelaufen, um am Ende wieder direkt vor den Mauern des Tempelbergs zu landen. Unsere Schuhe alle quietschend nass, haben wir uns auf den Weg zurück zum Hostel und dann zum Mittagessen gemacht – seit ich Shakshuka probiert habe, führen mich meine Beine automatisch dorthin. 

Ein alter Herr neben einem Saft-Stand hat mich angesprochen und mich mit seinem „very healthy, very good“ auf die leckeren Säfte aufmerksam gemacht. Nach einer kleinen Kostprobe war der Passionsfrucht-Saft gekauft, so lecker (und gesund 😬). 

Heute Morgen war es schon eine andere Nummer, in die Altstadt zu kommen. Überall standen ganze Truppen von Polizisten, wir mussten sogar unseren Reisepass zeigen. Aber sobald sie dann sehen, dass man aus Deutschland kommt, werden sie ganz freundlich 😬. Nach einem „I’om tov“ (Habt einen guten Tag) hört man sie sogar lachen. Heute haben wir auch Reporter gesehen, die fleißig Bericht erstattet haben (für euch zuhause vielleicht), und über unseren Köpfen sind einmal drei Hubschrauber hinweggerauscht – irgendwie schon ein seltsames Gefühl.

Wenn man – so wie wir – dann abends durch die Straßen läuft, gemütlich zu Abend isst und Cocktails trinken geht, fühlt es sich beinahe an wie zuhause. Gerade am Freitag-Abend ist wegen Shabbat alles ganz ruhig, man trifft nur vereinzelt Menschen, und wenn, dann sind auch sie gerade auf dem Weg nach Hause. Wir haben nach dem Essen die Gatsby Bar gesucht, denn die soll nach Angaben von Einheimischen die beste Bar Jerusalems sein. Leider ist sie nicht so leicht zu finden, denn nach außen hin ist sie nur durch ein schwarze Tür gekennzeichnet (die man erstmal finden muss 😬). Wenn man die Tür dann öffnet, befindet man sich in einer kleinen Bibliothek und dort öffnet sich eine Geheimtür, durch die man direkt in die Bar gelangt – es ist so cool! Die Musik, das Ambiente, man fühlt sich wirklich wie Gatsby. Wenn man sich die Preise der Cocktails anschaut allerdings auch, aber Alkohol ist ja überall in Israel teuer und dort lohnt es sich wenigstens. Die Cocktails waren super. 


Von der Bar selber hab ich mit Absicht keine Fotos gemacht – soll ja eine Überraschung bleiben. Aber das Gatsby hat nicht umsonst so eine gute Bewertung, so viel vorweg. 

Danach haben wir uns im Supermarkt nur noch zwei billige (haha, billig ist hier wirklich nichts) Flaschen Weißwein gekauft und uns damit auf die Dachterrasse des Hostels gesetzt. Ein entspannter Ausklang eines schönen Tages. Morgen geht es nach Bethlehem und ich hoffe, ich kann trotz der Schnarchnasen in meinem Zimmer ausgeschlafen in den Tag starten 😬. 

Leila tov! 

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